CORALLUS HORTULANUS   *  AMAZON TREE BOA   *   TUIN BOA

         

Ich sage immer: “die Männer haben Zauberbälle“. Warum nicht die Frauen? Ach ja, sage es selbst. Man kann verschiedene Farben züchten die anders sind als die erwachsenen Tiere, aber eine Garantie hat man nicht. Diese Sorte ist polymorph, oder besser gesagt vielfarbig von der Natur her. Wie zum Beispiel gelb, orange, rot, licht braun, dunkel braun oder eine Mengung davon. Also nicht klagen: Streifen, Albinos, verschiedene Fehler, Candy-cane, usw. Es sind prachtvolle Tiere mit denen man am besten starten kann als mit den beiden anderen Sorten. Ja, sie beißen leider gerne, aber ihre Farben und ihr Charakter machen dass wieder gut. Die Tiere die wir haben sind sehr zuverlässig: sie beißen nahezu immer. Von anderen Liebhabern dieser Tiere höre ich dass sie nicht so sehr beißen, sie handhaben die Tiere wahrscheinlich öfter.   

 

In der Natur

Auch diese sind regelrechte Baumbewohner die in ihrer Lebensumgebung zahlreich vorkommen, nur Pärchen finden wir selten. Ihr Verbreitungsgebiet ist der Amazonas: die Guyana Länder, Suriname, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Brasilien.  Auch finden wir sie auf einigen Inseln im karibischen Gebiet. Dieses erstreckt sich vom Seespiegel bis 3000m Höhe, in diesem Gebiet kommen viele Sorten Biotopen vor. Darum sind diese Sorten weniger anspruchsvoll als die anderen zwei Sorten. Man findet sie nicht nur im Urwald sondern auch in den Gärten und überall dazwischen, das wechselt von Plantagen bis zu Bäumen an den Flussufern. Sie sind am meisten in der Dämmerung und am Anfang der Nacht aktiv, wobei sie ihre Wärme Reflektoren einsetzen. Auch diese Sorte braucht eine bestimmte Luftfeuchtigkeit für eine gute Gesundheit.

 

In das Terrarium    

Diese Tiere sind bei mir in einem eigenen Terrarium untergebracht, das ist besser wenn ich sie um welchen Grund dann auch hanteln muss. Sie können ein Länge von beinahe 2 Metern erreichen, aber dann hat man schon ein sehr großes Exemplar, meistens werden sie so um die 1 Meter 60cm. Auch hier verwende ich wieder Torfstreusel mit all seinen Vorteilen.  Als Äste verwende ich PVC-Rohre von 40mm Durchmesser, diese setze ich mit T-Stücken zu einem Gestell zusammen. Am Ende musst du einen Deckel verwenden, denn sonst kriechen die Tiere in die Rohre und dann hat man große Probleme, so als Verletzungen bei den Tieren oder sogar tote Tiere.  Die Rohre nicht verleimen, so können wir sie besser auseinander nehmen und reinigen wenn sie verschmutzt sind. Dann lege ich sie in ein 30 Liter Fass mit heißem Wasser und Chlor, wonach ich sie mit sauberen Wasser spüle. Getrocknet werden sie nicht denn das geschieht im Terrarium um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Auch hier wiederum glasierte Steinschalen mit Trinkwasser. Ich verwende für alle Terrarium dieselbe Sorte dasselbe Ausmaß wodurch ich sie gut aufeinander staffeln kann was viel Zeit bespart. Diese Tiere sind auch in meiner Schlangenkammer untergebracht und sind an die Umstände wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Sie sind weniger empfindlich an Temperaturschwankungen, sind einfacher zu versorgen, also nicht so anspruchsvoll. Aber wir dürfen die Versorgung dieser Tiere nicht vernachlässigen. Eine zu niedere Temperatur kann verursachen dass sie Nicht essen wollen oder ihre Beute schlecht verdauen. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit gibt Probleme beim Verhäuten. Dass können wir verhelfen, wir setzen sie dann in einen Behälter mit ein wenig Wasser auf den Boden nicht mehr als ihr Durchmesser oder nasse Sägespäne auf den Boden, meistens sind sie dann nach 24 Stunden enthäutet.  Gut darauf achten dass auch die Augenkappe enthäutet ist, was man bei der abgeworfenen Haut kontrollieren kann.

 

Ernährung

Diese Sorte ist im Allgemeinen nicht schwierig mit Essen, sie schnappen alles was sich in ihrer Umgebung bewegt und Wärme abgibt. Sie haben eine Vorliebe wie alle andere Sorten für lebendes Futter. Sie haben ein großes Maul, wo viel Platz hat, eine erwachsene Ratte ist für eine ausgewachsene Schlange kein Problem. Mit solch einer Mahlzeit haben sie für einen Monat genug gegessen. Man muss allerdings für genug Wasser sorgen, das kann die Verdauung vereinfachen. Manchmal kann man einen ausgebrochenen Knäuel finden, dieser stammt dann von den nicht verdauten Haaren der Beute. Ist es ein Teil einer verzehrten Beute dann ist etwas nicht in Ordnung, das riecht man auch gleich. Das kann zum Beispiel eine Magen- oder Darminfektion sein, am besten ist gleich den Tierarzt um Rat zu fragen.  

 

Züchten

Um zu züchten setze ich die Frauen im Feber bei den Männern, wobei ich sie davor  ein paar Monate ein paar Grade abgekühlt habe. Nach einer Woche wird die Frau bei einen anderen Mann gesetzt, sodass der Mann die Luft des anderen Mannes riecht, was Ihn stimulieren soll mit dem Weibchen zu paaren. Das wiederhole ich einige Male. Das ist keine Garantie aber es erhöht die Chancen. Im Allgemeinen ist es mit dieser Sorte nicht schwierig zu züchten. Nach einer Schwangerschaft von zirka 7 Monaten werden die Jungen geworfen, dabei kann man auch tote Jungen oder unbefruchtete Eier finden. Viel Andacht jetzt für das Weibchen und kontrollier nach einigen Tagen ob alle Jungen geboren sind durch mit den Fingern den Bauch abzutasten.Das unerwartete Finden von Tieren im Terrarium ist die Belohnung für eine richtige Versorgung. Man kann braune Jungen haben aber auch in allen anderen Farben. Die Letzteren sind beim Liebhaber besonders gefragt und sind auch etwas teurer. Preise von 75 Euro aufwärts bis 200 Euro für ein besonders schönes Exemplar, Das die Jungen jetzt essen ist das größte Problem, man muss jetzt sehr einfallsreich sein und muss alle Möglichkeiten benützen. Totes oder lebendiges Futter, Maus, Hamster oder Ratte, junge Zwergwachteln oder Eidechsen, wer weiß was. Wenn sie mal 3 Mal gegessen haben werden sie wie Abfalleimer und essen sie weiters ohne Probleme. Nimm von mir an dann hat man die Neigung die Schönste selber zu behalten, aber das ist doch  verständlich.      

 

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